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Theodor Fontane - Der Stechlin


Theodor Fontane - Der Stechlin

Preis:
2,00 Euro
Anbieter:
francoisvillon aus Nordrhein-Westfalen
 
47226 Duisburg Nordrhein-Westfalen
 
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Infos:
Art-Nr.: 384
Die Handlung rankt sich um das alte märkische Adelsgeschlecht von Stechlin, das am Stechlinsee im Ruppiner Land seinen Sitz hat. Der Roman schildert nur wenige Ereignisse. Fontane selbst beschrieb die Handlung ironisch: ?Zum Schluß stirbt ein Alter und zwei Junge heiraten sich; ? das ist so ziemlich alles, was auf 500 Seiten geschieht.?
Der etwa 65-jährige, verwitwete Dubslav von Stechlin, Major außer Dienst, lebt auf Schloss Stechlin. Er ist von freundlichem Gemüt und ?hörte gern eine freie Meinung, je drastischer und extremer, desto besser?. Sein einziger Sohn Woldemar, Gardeoffizier in Berlin, besucht ihn mit zwei Freunden vom Militär, Rex und von Czako. Zahlreiche weitere Personen finden sich ein, unter ihnen Dubslavs fast zehn Jahre ältere Schwester Adelheid, die Domina des Damenstifts im nahen Kloster Wutz ist, und Pastor Lorenzen, so dass es zu vielen Gesprächen kommt. Während Adelheid vergleichsweise sittenstreng ist, zeigt Lorenzen sozialdemokratisches Gedankengut und ist ein Anhänger von João de Deus. Erörtert werden aktuelle Ereignisse; vor allem werden die alten, konservativen Sichtweisen gegen neue, liberale und sozialdemokratische Tendenzen abgewogen. Auf der Rückreise nach Berlin besuchen die Gäste zusammen mit Dubslav dessen Schwester in Kloster Wutz.

In Berlin lebt Graf Barby, ebenfalls verwitwet, mit seinen beiden Töchtern. Melusine ist über 30 Jahre alt, nach kurzer Ehe geschieden und trägt den Nachname Ghiberti. Sie ist gebildet und vertritt freimütig und gewitzt ihre Ansichten. Ihre jüngere Schwester Armgard ist still und tritt selten in Erscheinung. Woldemar ist sowohl vom Grafen, der seinem Vater ähnelt, als auch von den beiden Frauen fasziniert, und besucht die Familie oft. Melusine interessiert sich für Dubslav und die Geheimnisse um den Stechlinsee. Sie lädt Woldemar zu einer Dampferfahrt zum ?Eierhäuschen? auf der Spree ein, zusammen mit ihrem Vater, ihrer Schwester und einem weiteren adligen Ehepaar, das bei den Barbys verkehrt. Am Ende deutet Melusine an, dass eine Verlobung anstünde.

Kurz darauf kommt es zu einem Treffen in Stechlin, auf dem Dubslav zum konservativen Kandidaten für eine fällige Nachwahl zum Reichstag gekürt wird. Die Wahl wird schließlich durchgeführt. Das Wahllokal befindet sich in Rheinsberg. Die Wahl endet mit einem deutlichen Sieg des sozialdemokratischen Kandidaten. Dubslav ist insgeheim erleichtert, die Wahl verloren zu haben, und kehrt nach Stechlin zurück.

Bei einem weiteren Treffen im Haus des Grafen Barby teilt Woldemar mit, dass er zu einer ?Mission? am britischen Königshaus berufen wurde. Graf Barby und seine Töchter lebten lange in England, so dass sie sich darüber austauschen. Woldemar bricht für einige Wochen nach England auf. Nach seiner Rückkehr besucht er die Barbys. Armgard hatte sich bei der Frage, ob sie eher Elisabeth Tudor oder Maria Stuart zuneige, für Elisabeth von Thüringen entschieden und danach das Gefühl gehabt, mit Woldemar verlobt zu sein. Einige Tage später sind sie tatsächlich verlobt. Melusine, Armgard und Woldemar fahren am zweiten Weihnachtsfeiertag für einige Tage nach Stechlin. Dort wird mit zahlreichen Gästen die Verlobung gefeiert. Melusine bittet Lorenzen in einem Gespräch unter vier Augen, weiterhin Woldemar als ?Stütze? zur Verfügung zu stehen. Die Hochzeitsfeier findet Ende Februar im Haus des Grafen Barby statt.

Nach seiner Rückkehr aus Berlin erkrankt Dubslav ernsthaft, während sich Woldemar und Armgard auf Hochzeitsreise begeben. Adelheid besucht ihren Bruder, der auch sterbenskrank seinen Charakter beibehält, und verlässt ihn in gereizter Stimmung. Schließlich stirbt Dubslav. Bei der Beerdigungsfeier, die Pastor Lorenzen hält, sind Graf Barby und Melusine anwesend. Die Brautleute erfahren auf Capri von Dubslavs Tod und kehren nach Stechlin zurück. Sie leben anschließend kurze Zeit in Berlin, sehnen sich dann aber nach Stechlin und ziehen dorthin. Das Schlusswort gehört Melusine, die in einem Brief an Lorenzen an ihre Unterhaltung am zweiten Weihnachtsfeiertag in Stechlin erinnert, als sie sagte: ?Alles Alte, soweit es Anspruch darauf hat, sollen wir lieben, aber für das Neue sollen wir recht eigentlich leben.?
http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Stechlin_%28Roman%29 [Wikipedia]
Taschenbuch
Reclam | 1973 | 461 Seiten | deutsch

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